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Saturday, March 29, 2008

Deutsche Männer, meine neue Liebe mit scharfer Soße

Ich bin jetzt die stolze Besitzerin eines neuen Macbook-Laptops. Ich bin noch dabei, das schöne, weiße Ding zu vegöttern, also wenn ihr mich braucht, bin ich hinten im Arbeitszimmer und bete es an. Hinterlassen Sie eine Nachricht.

Das heißt, dass ich meinen Eltern entgegengehe und mir etwas von der Firma Apple kaufe, wogegen sich insbesonders mein Vater Widerstand leistete. Mal sehen was ich da mache, wenn ich endlich mal ein Rennrad kaufen sollte, meine Liebe wäre nun aufgeteilt. Ich würde nicht wissen, ob ich die Zeit lieber auf dem Rad oder im Internet verbringen sollte.

Wenn jemand weiß wie ich einen Aufsatz über die Philosophie des Wissenschafts schreiben kann, sag bitte Bescheid. Das steht nämlich vor auf dem morgigen Stundenplan, außer laufen und Steuern zahlen, weil ich ja so spät dran bin. Mit allen drei.

Meine beste Freundin von der Schulzeit hat geheiratet. Ich bin zutiefst erschüttert, aus drei Gründen: zum Ersten, weil ich sie als 14-jähriger kannte und zum Zweiten, weil immer sie diejenige war, die nicht von Jungs wissen wollte, die jetzt plötzlich von Kindern redet, und zum Dritten, weil sie kaum älter als ich ist. Mein ehemaliger Freund meinte, die Amerikaner heiraten früher als die Deutschen. Meine Mutter meinte, Durchschnittsalter bei der Heirat sei hier 25 für Frauen, aber ihr kann ich gerade nicht glauben, wo die Anzahl verheirateter FreundInnen unaufhaltsam steigt. Diese Freundin hat ihren jetzigen Mann beim Wandern auf einem Berg kennengelernt, und ich war dabei. Er zog sofort bei ihr ein, sie sind beide zu ihren Eltern gezogen und später zu seinen. Wegen sofortiger Störung ihrer Versicherung verlegten sie die Hochzeit von Juni auf Februar (sprich: auf sofort). Jetzt wollen sie ein Haus kaufen. Ich kann sie mir gut vorstellen, wie sie mit ihren Bengel im ländlichen Ohio sich zufrieden gibt. Meinerseits bräuchte ich jemanden, der mit mir durch die Welt zieht, denn ich werde wohl kaum stehenbleiben--obwohl ich diesmal vor habe, zwei ganze Jahre am Stück in einer Stadt zu verbringen. Vielleicht hält diesmal auch eine Beziehung.

Meine Kinder, wenn ich sie mal haben sollte, werden zweisprachig aufwachsen. Höchstwahrscheinlich werde ich nicht mit einem Ami zusammen sein--bisher hat mich keiner wirklich angereitzt und nur ein paar Fehlschläge gegeben--also belibt mir irgendein (von mir aus gesehen) Ausländer, der seine Kinder wohl Deutsch, Französisch, Schwedisch, Spanisch, was auch immer beibringen sollte. Mischlingskinder finde ich immer sehr schön und beneidenswert. Vorallem die mit europäischem UND amerikanischem Pass. Ihr Schweine.

Nach fünf Jahren ununterbrochener Aufenthalt in Deutschland darf ich mich für eine Niederlassungserlaubnis bewerben. Wenn ich nicht schon verheiratet bin, das wär nämlich ganz praktisch. Er soll bitteschön auch ordentlich verdienen, damit ich endlich mal keine arme Studentin mehr bin. Und ich muss nicht mehr Anschaffen, oder kann mich zumindest auf Gouveneure spezialisieren. Nur ein Witz, das alles--verführen ist mir langweilig, ich will lieber verführt werden.

Im Seminar für zeitgenössische Literatur diskutierten wir--zumindest das letzte Mal, das ich da war, hab nämlich letztens ordentlich gefehlt--über deutsche Männer. Unser jetziges Buch, ,,Einmal Hans mit scharfer Soße" von Hatice Akyün, wurde von einer Deutsch-Türkin geschrieben, die sich einen Deutschen wünscht, der trotzdem was von Liebe und Leidenschaft versteht.

Mit 35 ist sie immer noch nicht verheiratet.

SCORING A GERMAN
Flirting with Fräuleins, Hunting for Herren

Interested in bagging a German? It's not quite as easy as you might hope. Flirting here is different and much more subtle. And it's taken very seriously. READ MORE....


Ihrer Meinung nach sind deutsche Männer viel zu ernst, verstehen nicht, mit einer Frau umzugehen, sie zu verführen oder zu verwöhnen, und gehen die Liebe viel zu ernst und viel zu unleidenschaftlich an. Die gleiche Beschwerde habe ich schon von Spanierinnen, Mexicanerinnen und Italienerinnen gehört und wurde sogar in einem Lied beschrieben, die Geschichte von einer Französin, die die deutschen Männer nicht kapiert:

Aurélies Akzent ist ohne Frage sehr charmant
Auch wenn sie schweigt wird sie als wunderbar erkannt
Sie brauch mit Reizen nicht zu geizen
Denn ihr Haar ist Meer und Weizen
Noch mit Glatze fräß ihr jeder aus der Hand

Doch Aurélie kapiert das nie
Jeden Abend fragt sie sich
Wann nur verliebt sich wer in mich

Aurélie so klappt das nie
Du erwartest viel zu viel
Die Deutschen flirten sehr subtil

Aurélie so klappt das nie
Du erwartest viel zu viel
Die Deutschen flirten sehr subtil

Aurélie die Männer mögen dich hier sehr
Schau auf der Straße schaut dir jeder hinterher
Doch du merkst nichts weil sie nicht pfeiffen
Und pfeiffst du selbst die Flucht ergreifen
Du musst wissen hier ist weniger oft mehr

Ach Aurelie in Deutschland braucht die Liebe Zeit
Hier ist man nach Tagen erst zum ersten Schritt bereit
Die nächsten Wochen wird gesprochen
Sich auf's Gründlichste berochen
Und erst dann trifft man sich irgendwo zu zweit

Aurélie so klappt das nie
Du erwartest viel zu viel
Die Deutschen flirten sehr subtil

Aurelie so einfach ist das eben nicht
Hier haben andre Worte ein ganz anderes Gewicht
All die Jungs zu deinen Füßen wolln sie küssen auch die Süssen
Aber du merkst das nicht
Weil er dabei von Fussball spricht

Ach Aurelie du sagst ich solle dir erklärn
Wie in aller Welt sich die Deutschen dann vermehren
Wenn die Blumen und die Bienen in Berlin nichts tun als grienen
Und sich nen Teufel um die Bestäubungsfrage schern

Aurélie so klappt das nie
Du erwartest viel zu viel
Die Deutschen flirten sehr subtil
--Wir Sind Helden, Aurélie


Die Amerikaner sind den Deutschen ähnlich, hier wird nicht offen angeglotzt oder angemacht (meistens), nichts mit Pfeifen, und Komplimente sind selten. Die Südländerinnen denken, man findet sie weniger schön, weil man es nicht so ausdrücklich zeigt; Den Nordländerinnen dagegen ist es unangenehm, ständig angebaggert zu werden und nie in Ruhe gelassen zu werden. Ich verstehe die beiden Perspektiven.

GERMAN MEN: Hunky, Handsome, Wimpy and Weak

At first glance, the blond six-foot hunks populating Germany make the place seem like a heaven for women. Until you start dating. German men are much more difficult than you might think. KEEP READING....


Wir wünschen uns alle, glaube ich, einen Hans mit scharfer Soße, einen, der Komplimente macht, ab und zu eine Blume mitbringt, uns einen gefallen zu tun oder eine Freude zu machen versucht. Sowas wünsche ich mir, klar, aber mich widerstrebt das auch. Es hat mit Hingabe zu tun--ich lass mir selten von Leuten etwas machen, ich will alles alleine schaffen und nie zugeben, dass ich etwas will oder nicht will oder mir wünsche. Ich will nicht schwach vorkommen, will auch, dass man sich um mich kümmert, alles für mich macht, und ich kümmere mich gerne um den anderen auch. Inzwischen habe ich gelernt, was mir nicht gefällt und ich kann es ruhig sein lassen, wenn es mir nicht passt. Ich möchte nie eine sein, die nicht ohne einen Mann leben kann und deswegen sich einfach irgendeinen nimmt. Ich bin wählerisch und trotzdem doch enttäuscht worden, bin ja nicht daran gestorben.

Boah, etwas heftiger geworden, als ich wollte, trotzdem lass ich das. Übrigens ist es auch sehr lustig, das ganze durch die Webseite ins Englische übersetzen zu lassen. Kaum verständlich.

Not to knock on the Germans, but.... some grains of truth?

Sunday, April 29, 2007

A series of unrelated thoughts on a Sunday afternoon...

It must be a reflection of the student culture in general, or else some kind of peculiar condition particular to this town like a rare disease, but I find it fascinating that, on a Thursday night, one can go to a punk rock bar, pay a 3€ cover charge, try to find a place to squeeze in among the multitudes where you can still see the stage and, hopefully, order something to drink as well...and listen to poetry. It's a poetry slam, where courageous--or indifferent--individuals stand up before the packed house and recite texts they have written themselves with a 7-minute time limit. Some of the acts were straight out of Duo-Interp from my forensics days; others were existential, some about love, others abstract almost to the absurd. One poem, written and performed by a middle-aged gentleman in a boater's hat, cargo shorts, and sandals with socks, used the word ,,Schnee" (Snow) about 4,372 times in all manner of variations which eventually elicited laughter. I can't tell if that was his intent. One guy got up and read a story about a guy, a girl, a dance, and.... we didn't hear the end because he ran out of time. One woman, claiming to be Liza Minelli, eventually got kicked off the stage because her rambling turned to raving and became, for all intents and purposes, incoherant.

As I was waiting for my friends on said evening, leaning on a railing across from said bar, an interesting-looking guy on a bike pulled up and, after much effort and some cursing, managed to turn around. He looks at me, grins (is he missing teeth or does he just not brush them?) and asks, "how are you?" Uhhh, fine, I guess... I'm being pretty distant, because I don't feel like talking to him and he's kinda strange. "Do you have a man/husband?" he asks (in German, the word Mann can refer to either males or spouses). Yes, I reply, because it's none of his business and maybe he will leave me alone.



As complement--or counterpoint?--to this, I will be marrying a Freiburger. For those of you who have visited this fine city, you may be aware of the multitude of little canals (called Bächle) running through most streets in the center of town. As legend goes, they were installed to bring fresh air to the alleys, were rumored to be open sewers and now are the playplaces of small children and amused tourists. As custom goes, anyone who steps into one of these Bächle will a) have good luck and b) marry a Freiburger. I, late for an appointment, blistering along the cobblestone streets in the rain, am confronted with an oblivious line of pedestrians who refuse to get out of my way. In avoiding them I manage to get my wheel stuck in the tram track, and in braking I fall over---into the Bächle. So, my fate is sealed and my dress is wet, but no matter and no major harm done.

Tortillas, by the way, are not the same thing in Mexico (and the US) and Spain. In North America, tortillas are round flat bits of bread, very thin, made of wheat or corn flour. In Spain, Tortillas are omelettes made with fried potatoes and sometimes tuna. And what I make, called Tortilla by some and Beignets by others, is some combination of omelette and pancake with whatever vegetables I happen to have on hand. Step 1: cook vegetables till crisp-tender. Step 2: beat eggs (3 - 5) with some flour, milk, and salt. Step 3: Add vegetables to egg mixture. Step 4: pour batter into pan and cook like pancakes/omelettes, using a pot lid to flip. Excellent way to use cooked vegetables or leftovers. Just so you know.

I've forgotten how much I love the smell of rain. I've also forgotten how long it's been since it's rained, and I miss it. It feels like summer, having a hot and humid afternoon and a soaking rainstorm, preferably with a lightning show. Best viewed with a mug of tea on the porch.

Ein grünes Blatt

Ein Blatt aus sommerlichen Tagen,
Ich nahm es so im Wandern mit,
Auf daß es einst mir möge sagen,
Wie laut die Nachtigall geschlagen,
Wie grün der Wald, den ich durchschritt.

Storm, Theodor (1817-1888) (born in Heiligenhafen)