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Monday, August 13, 2007

What happens in Boulder stays in Boulder...





...until it gets posted on the internet.

At least, that's what R.'s T-shirt says. The picture is of a hot tub containing a man and a goat. I guess you had to be there.

In der alten Wohnung anzukommen war nicht gerade das, was ich erwartet hatte. Ich weiß es nicht, was ich erwartete, oder was mich erwartet. Von den zwei Leuten, die außer mir in diesem Haus wohnen, kenne ich nur einen. Wir waren vorher schon Mitbewohner, und es hat einigermaßen geklappt. Der andere ist neu, arbeitet beim Supermarkt und kommt aus demselben Vorort, wo er jetzt wohnt.

,,Welche Tür ist eure?" fragte R. Ich deutete auf die Tür, die sich langsam zu öffnen anfing ,,Hilfe! Wieso geht die Tür jetzt auf??" schreit sie: automatischer Türöffner.

Wenn ihr schon mal bei mir zum Kochen wart, wisst ihr, dass ich gerne koche. Dementsprechend sollte die Küche auch einigermaßen sauber sein, weil ich ja keine Angst vorm eigenen Kühlschrank haben will. Wie dieses Krümmelmonster von der Sesamstraße drehe ich manchmal durch, wenn rücksichtslose Menschen mein sauberes weißes mit Fliesen bedecktes Paradies unnötigerweise beschmutzen (anscheinend habe ich nichts Besseres zu tun als mich drüber aufzuregen).

Aber die Küche war das Vorbild der Reinheit und Sauberkeit im Vergleich zum Badezimmer. Angeblich hat mein Bruder alles geputzt, aber da das Wasser von der Badewanne langsamer als eine beschädigte Schnecke abläuft ist was wirklich Ekliges übrig gelassen, als ob zwanzig haarige Tiere täglich drin gebadet hätten. Mit Putzmittel und Schwämmen bewaffnet führten wir Krieg gegen das Badezimmer. Wir mussten uns die Nase halten, erstmals wegen dem Geruch vom Zimmer, und später wegen dem Geruch von der Putzmittel. Die Wanne musste ich erstmals lassen--die hat mich ausgetrickst und wehrte sich gegen jeglichen Angriff meinerseits.

In meinem Elternhaus bleibt es immer kühl und angenehm--und wenn es draußen weniger als 20 Grad ist, ist es drinnen geradezu kalt. Man zieht einen Pulli im Sommer an. In Boulder dahingegen ist es genau das Gegenteil. Mein Zimmer ist im 1. OG, und wir haben keine Klimaanlage, nur einen Ventilator, der sich wie ein kleines Flugzeug anhört. Damit haben wir geschlafen, die Gute-Nacht-Lieder vom Ventilator gesungen, in der vergebenen Hoffnung, nur mal einen kleinen Luftzug hineinzulocken. Ohne Erfolg. Wir schliefen auf der Decke, überhitzt und unbequem.

Es gibt nicht so viel zu tun in der Stadt. Die Stadt ist cool, und besonders toll für Amerikaner wegen der Fußgängerzone und den vielen schönen interessanten Cafés. Einem Europäer bringt es vielleicht etwas weniger, obwohl vom Baustil her ist sie immer noch sehr cool. Es gibt einen "Farmers' Market", wo man Biogemüse, Feinschmeckerkost, Mandelbutter, Ziegenkäse, und Pfirsiche bekommt. Das Beste daran ist, dass es bei jeder Stände etwas zu probieren gibt; Früchte und Käse, Brot, Pesto, Kekse und Getränke.

Die restliche Zeit ist mir verloren gegangen; mit Spaziergängen und Shoppen verbracht, glaube ich. Es gibt Läden nur für Spielzeuge, wo man vor einem Jahr hätte spielen können, aber wegen Umbau ist es langweilig geworden. Es gibt ein Teehaus, ein Geschenk unserer Partnerstadt in Tadschikistan.



(Pearl Street Mall in Boulder)

Unser Waffenkammer hieß ,,Target", und hat uns die Mittel unseres Sieges verkauft: Abflussreiniger, Wasserfilter, Wischer, Putzmittel. Mit einiger Anstrengung und der ganzen Flasche Reiniger (,,Halten Sie dieses Produkt von Kindern, Händen, Haustieren, Teppichen, Behinderten, der Luft, Kleidung, Feuer, Stiefmütter, usw. fern") hat die Wanne aufgegeben und mich sie endlich reinigen lassen.

Meine Mitbewohner wurde im Notzustand ausgewählt--weil ich außerhalb wohne, stehen die Studierenden nicht in Schlangen, um einzuziehen. Mein erstes Jahr waren die anderen zwei Studierende, mit denen ich mich nie unterhalten habe, denn ich sie kaum gesehen und nur ihr Geschirr ständig in die Spülmaschine eingeräumt habe. Sie sind beide ausgezogen, und ein Mann Mitte 40 und ein Junge, der eben seinen Abschluss hat, sind eingezogen. Der Mann ist noch da, und der Junge wurde durch einen Anderen ersetzt, weil der erste von einer Drogenüberdosis im Zimmer gestorben ist. Der neue ist sehr nett, sehr höflich, nicht besonders hell, und arbeitet beim Supermarkt. Ich glaube, den Beiden beibringen zu können, die eigenen Sachen wegzuräumen und gelegentlich zu putzen. Der Mann arbeitet viel, hat überhaupt keine Möbel, und macht Ironman dieses Jahr zum 7. Mal. Seine Frau ist vor drei Jahren im Autounfall gestorben.

Wir wollten ins Kino. Ich musste es erstmals finden, denn ich war noch nie da, und ich hatte nur die Kreuzung aufgeschrieben. Irgendwo hinter dieser Mall sollte es sein. Gefunden:

,,Das macht drei Dollar."
,,Für jeden?`" fragte ich, überrascht--ich hatte sechs oder so erwartet.
,,Insgesamt. Für euch beide."

Gute Idee, einen etwas älteren Film zu gucken. Shrek3 war lustig, wenn nicht besonders original. Immerhin hat er mir gefallen.



Es heißt ,,People's Republic of Boulder", (bin ich die Einzige, die eine Ähnlichkeit mit ,Democratic People's Republic of Korea'--Nordkorea--sieht??) denn es wie ein eigenes Land und tut so, als ob es zum restlichen Colorado nicht gehört. Die Leute dort hassen Bush wie die Pest, es ist politisch sehr liberal und auch sehr stolz drauf. Die Stadt ist voll mit Hippies und Öko-Menschen--öfters sind die dieselben--und es kommt mir vor, als ob selbst die Kinder tätowierte sind. Rastalocken sind üblich, am Besten mit ,,Fair trade" Kleidung. Kiffen ist wie ein Nationalsport, die Leute meditieren und machen Yoga, und es gibt drei Biosupermärkte in Laufweite voneinander. Die Stadt hat eine sehr eigene Kultur, ist für Demos und Kriegsgegner bekannt, und ist stolz drauf.

Wir wollten ganz früh wandern gehen, denn es sollte bis 35 Grad oder so werden, aber wir waren erst um 10 da. Auf dem Schild stand ,,2 Stunden" für unsere Route, aber wir waren innerhalb von 1h20min wieder unten. Die ersten 3 Km sind praktisch Treppen, und wieder nach unten war noch schlimmer, denn wir haben den richtigen Pfad verfehlt und mussten tatsächlich runter klettern. Das ist ja aber keine Überraschung, wenn ihr mich kennt.


(wo wir wandern waren)

Müde von der Wanderung und der Fahrt (natürlich habe ich mich verfahren, was glaubst du?) saß ich in der Küche, geduscht, in einem Kleid und war dabei, ein großes Stück Wassermelone zu essen. Tür geht auf: ,,Kannst du bitte deiner Mutter helfen?" Kein Problem, aber: Meine Mutter war dabei, massive Stapeln von Holz schnitzeln zu lassen. Es war wie ein großer Müllhäcksler (das habt ihr ja auch nicht---das ist dort, wo wir unseren Biomüll hintun. Es verschwindet alles im Waschbecken durch diese geile Maschine), außer der Tatsache, dass es ganze Bäume schlucken kann. Mein Nachmittag war ja weg....

Monday, April 16, 2007

à Strasbourg pour un jour....

Our driver was Nat., a French/German woman who was the sister of a former colleague and whom I had met only the night before, and her friend Thomas was riding shotgun. My friend A. got the corner and I got to ride in the middle between her and Mark. Thomas, tall and thin, looked strangely American with his white sneakers, knew his way around a US map and asked lots of questions. Mark, jovial and boisterous, had a bit of surfer dude, a bit of hobbit to him, spoke in dialect and went barefoot in town. He had spent a semester studying in South Africa, where everything was in English, and said he can speak English more easily than high German. Ai yi yi.

A. and I had received an offer to go to Strasbourg for the day and, having nothing better to do and wanting to enjoy the weather we went. After determining whether or not a café frappé came with ice cream or cubes we sipped our drinks, sauntered on over to the cathedral, and divested quite a bit of time in finding a particular store selling 200 kinds of beer (did you know they make banana beer in Belgium? Say that three times fast: banana beer in Belgium. Banana beer in Belgium. Banana beer in Belgium). We walked along the bank, we ate ice cream, we went shopping. A. and I split off on our own, got lost in a soap store, and managed to find our way back to a jewellery store we had visited last October where the eifrig proprietor babbled on in mixed French and German (j’ai une très petite tête, isch habe ein kleines Kopf). He gave us a map and complicated directions to some particular cafés and squares, culminating in a secret message scribbled on a corner of a piece of paper for the owner of said café for unknown purposes.

On the search for a particular kind of yoghurt, whose exact description Mark had on a piece of paper from his roommate, complete with packing diagrams and visuals, we picked up wine and cookies, and on our way back to the car were offered to try some of the delicious treats featured in French patisseries which are not seen on the German side of Alsace.

We tried to have a barbeque in the evening, the first of the summer, but it mostly involved smoking ourselves. Still, the German barbeque/campfire experience lacks a certain staple: the s’mores , of course! So, next time I will initiate my German friends in the wonderful gooy goodness that are s’mores.

Sunday was a lecture on ,,The End of Capitalism as we know it”, an interestingly constructed speech with a couple of logical faults, I think (he equated the oil business with capitalism, as a direct manifestation of capitalism, as if there would be no need for oil if we were all communists or something; he also, in my opinion, confused capitalism as an economic system, as a political system, and as a philosophy). And the ice cream afterwards made it all better, and the hiking that followed was the best. Unfortunately someone had forgotten to tell our host for the evening’s dinner that I am vegetarian, so instead of lasagne I ate noodles with carrot-tomato sauce……..

…and now it is Monday, and I work, except for the part where the semester starts today and I go back to the university.